Anett Frontzek gewinnt mit „Ostseeklang“

Am 19. September hat Dr. Frank Brinkmann, Vorsitzender der DEW21-Geschäftsführung, den 9. DEW21 Kunstpreis an die in Dortmund lebende und arbeitende Künstlerin Anett Frontzek verliehen. Über 450 geladenen Gästen nahmen an der Preisverleihung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte teil.

Bild: DEW21

(v.l.n.r.): Anett Frontzek, DEW21 Kunstpreisträgerin 2014, Dr. Frank Brinkmann, Vorsitzender der DEW21-Geschäftsführung und Maria Gerdwilker, Förderpreisträgerin 2014.
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Den Preis, der sich aus 10.000 € und einer Einzelausstellung samt Katalog zusammensetzt, erhielt die Dortmunder Künstlerin Anett Frontzek für ihre sechsteilige Reihe „Ostseeklang“. Schon häufiger hat Anett Frontzek mit historischen Landkarten, die sie durch Papierschnitt verändert hat, abstrakte Landschaften geschaffen. In ihren Arbeiten untersucht sie Strukturen, die über Medien die Welt erklären. Mit Zeichnungen, Papierschnitt und in Installationen macht sie auf diese Weise die Konstruiertheit der untersuchten Systeme sichtbar und verleiht den einzelnen Elementen eine eigene Bedeutung.

Den Förderpreis, der mit 2.500 € dotiert ist, hat in diesem Jahr Maria Gerdwilker erhalten. Mit ihren Werken schafft sie abstrahierte Landschaften und setzt dazu ungewöhnliche Materialien ein. Es entstehen Szenerien aus Erinnerungen, die als Versatzstücke sichtbar werden. Mit dreieckigen weißen Holzplatten und Lichtkegel zaubert sie zum Beispiel unverkennbar für jeden die Silhouette eines alpinen Gebirgspanoramas.

Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) hat mit dem Kunstpreis bereits zum neunten Mal bildenden Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit geboten, ihre Werke vor großem Publikum auszustellen und auf sich aufmerksam zu machen. Und auch in diesem Jahr hat die Vielzahl an Bewerbungen und die Dichte hochkarätiger Arbeiten die kreative Energie in Dortmund und der Region widergespiegelt. Für DEW21 ein Zeichen für den hohen Stellenwert der Auszeichnung.

Parallel zur Kunstpreisverleihung wurde am Abend auch die Einzelausstellung von Lisa Domin, der Kunstpreisträgerin 2013, eröffnet. In ihren performativen Videos spielen Improvisation, Zufall und dabei entstehende Fehler ebenso eine Rolle, wie die groteske Situation und ihre Selbstdarstellung. So entstehen Aktionen, die von der Künstlerin selbst ausgeführt und ins Absurde geführt werden.

Die Wettbewerbsausstellung zum DEW21 Kunstpreis 2014, die die Werke der elf nominierten Künstlerinnen und Künstler umfasst, sowie die Einzelausstellung von Lisa Domin sind vom 20. September bis zum 26. Oktober während der Öffnungszeiten im Museum für Kunst und Kulturgeschichte an der Hansastraße 3 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Quelle: www.dortmund.de/